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Auf dieser Seite findest Du Geschichten von Fabio Peer, einem jungen, zehnjährigen Talent. Er trägt in sich eine wunderschöne Bildersprache, die mit ihrem Charme vermutlich auch Dich verzaubern kann... Viel Vergnügen! Wenn Dir eine von Fabios Geschichten besonders gefällt, freut sich Fabio bestimmt über eine Nachricht von dir!
Der Herbst kommt. Der warme Sommer, als die Sonne noch heiss war, ist zu Ende. Jetzt ist es Zeit für die goldgelben Blätter. In Strömen fallen sie herunter. Kinder machen daraus mächtige Laubhügel. Eichhörnchen sammeln Nüsse für den kalten Winter. Graue Wolken ziehen am Himmel entlang. Zugvögel ziehen in den Süden, wo sie Nahrung und Wärme finden. Die Schwärme fliegen in einem grossen Kreis, um ihre Artgenossen zu finden. Ein lautes Zwitschern und Kreischen ertönt und sie fliegen in grossen Schwärmen weg. Der eisige Wind bläst den fast kahlen Bäumen die letzten Blätter weg. Kahle, gespenstige Kreaturen erscheinen, die manchem kleinen Kind in der dunklen Nacht den Schlaf rauben. Aus manchen Kaminen steigt dicker, grauer Rauch. Die letzten fauligen, verschimmelten Aepfel, die früher einmal rotbackig waren, sind von Würmern und Ameisen bewohnt. Viele Tiere bereiten sich auf den langen Winterschlaf vor. Die Frösche vergraben sich im trüben Schlamm. Nun müssen sich alle Tiere ein geschütztes Plätzchen suchen, um den kalten Winter zu überstehen. Die Sommerreifen der Autos werden durch starke Winterreifen ersetztund die vereisten Scheiben müssen am Morgen gekratzt werden. Die Scheibenwischer werden hochgeklapt, damit sie nicht an der Windschutzscheibe anfrieren. Die Tage werden kürzer, die Lichter früher angezündet und dichter, grauer Nebel kreuzt auf. Man zündet Kerzen an, um weihnachtliche Stimmung zu bekommen. Der Duft von würzigem Zimt, süsser Schokolade, Vanillie und Zucker streicht durch das Haus. Die ersten Schneeflocken fallen. Ein herrlicher Anblick. Die Bäume tragen weisse Krönchen. Draussen wird es weisser und weisser. Die ersten Schneemänner werden gebaut. Mit lustigen Hüten, langen Karottennasen und winzigen Kieselsteinaugen sind sie verziert. Der Winter ist gekommen und der Herbst zu Ende. Wie schnell das doch geht. Es war ein sonniger Tag. Mächtige Wellen gross wie Elefanten. Leise hörte man in der Ferne Möwen kreischen. Im Hafen stand eine Jacht, so herrlich, dass man sie nicht beschreiben konnte. Sie gehörte wohl einem Multimillionär. Ein grosser Frachtdampfer legte an. Ein Flaschenzug beförderte die grossen Kisten an Land. Ein kleines Fischerboot warf, wie man sehen konnte, sein Netz aus. Auf dem Basar waren bunte Kleider, Fische, viele Obstarten, scharfe Gewürze, Blumensamen und Fleisch zu kaufen. Nach dem Basar war auch der Hafen zu Ende. Jetzt kam eine Ladenstrasse. Als am nächsten Tag der Jumbojet landete, fiel es mir schwer einzusteigen. Ich blickte noch einmal auf dieses wunderbare Land zurück. Ein Dorf und hinten die Wüste. Das Leben ist schön! Oder? Hallo! Ich bin Fridolin. Ich bin kein Mensch und kein Hund. Ich bin eine Katze. Aber keine Katze, wie sie normale Leute haben. Mein Besitzer ist nämlich der Graf von Oellenberg der Dritte. Er ist reich, unglaublich reich. Ich muss ihm zwar treu sein aber werde verwöhnt. Es ist preiswert bei ihm zu wohnen. Ich bin nicht faul und dick wie alle Katzen. Mein Besitzer ist sehr dumm. Ihm ist es unklar, wenn man ihn fragt, was eins plus eins gibt. Aber nobel, nobel sag ich euch. Gross ist er überhaupt nicht. Ziemlich rund, wenn ihr mich fragt. Und leicht? Nein. Nein. Nein. Aber ICH bin der helle. Ich bin dünn, jung, mächtig, süss, zauberhaft, kräftig, gross, gut, toll, edel, mutig, interessant und schnell. Bin ich nicht bescheiden? Nicht? Na ja, ein bisschen übertrieben habe ich zwar, aber viel nicht. Heute war mein grosser Tag. Ich durfte zum allerersten
Mal in meinem Leben aus dem Schloss. Die Bäume waren alle kahl. Das war mir neu. Ich mag es lieber bunt. Farben sind wunderbar. Ein prächtiges Haus erinnerte mich an unser Schloss. Als wir wieder zuhause waren, bekam ich mein Futter. Lecker
und ideenreich. Doch plötzlich biss ich auf etwas Hartes. Einen Schlüsselbund.
Woher der wohl kam? Unwohl wurde es mir aber dabei nicht. Das ist mein Leben. Man merkt es bald, wenn Weihnachten vor der Türe steht. Die Leute rennen von einem Einkaufsgeschäft zum anderen. Mama und Papa schliessen sich in ihr Schlafzimmer ein und verpacken Geschenke. An den Strassenlampen baumeln grüne Kränze. Lichterketten hängen an den Balkongeländern und auf grösseren Plätzen stehen Männer und verkaufen Tannenbäume. Alles wird für die grosse Bescherung vorbereitet. In der Handarbeit fertigt man Weihnachtsschmuck an und im Chrüzacher ziehen die Kinder Kerzen. Auch im COOP und in der Migros, im Spar und in all den anderen Läden fällt es auf: die Alufolie der Schokolade ist mit Nikoläusen verziert. Es riecht nach Vanille und Tannenzweigen. Auch im Fernsehen gibt es Werbung, bei der immer wieder Heiligabend vorkommt. Die Fernsehwerbung überquillt nur so von Spielsachen, Weihnachts-CD’s und Süssigkeiten. Sogar die Trickfilme handeln von Weihnachten. Draussen wird es kälter und kälter. Die Tage werden kürzer. Die Feuchtigkeit kriecht den Menschen durch den ganzen Körper. Der Nebel hängt an den Häusern und verdunkelt die Strassen, sodass man kaum etwas sieht. Dafür wird es im Haus umso gemütlicher. Kerzen werden angezündet, eine Weihnachtskrippe wird aufgestellt und der Adventskalender bietet jeden Tag eine neue Ueberraschung. Der Duft von frisch gebackenen Keksen streicht durch das Haus. Die Haustüren sind geschmückt mit Kränzen, Engeln, Tannenzweigen und Sternen. Und meine Ungeduld wächst von Tag zu Tag, weil ich mich auf meine Geschenke freue. In meinem Paradies auf Erden gäbe es keinen Krieg. Krieg ist sowieso sinnlos. Dabei sterben nur Millionen von Menschen ohne den kleinsten Grund. Die Autos würden ohne Benzin oder Diesel fahren, damit es keine Umweltverschmutzung durch sie gibt. Strombetriebene Autos existieren zwar schon, aber sie sind höchst heikel. Umweltverschmutzung allgemein würde es nicht geben. Terroristen wie Osama Binladen wären inexistent. Das Fernsehen, Computer, Gameboy und all das andere Zeug wären nicht schädlich, sondern würden die Augen schonen und ihnen gut tun. Und das Wichtigste: alle Menschen auf der ganzen Welt würden genug Nahrung und Geld haben. Hat Dir eine dieser Geschichten besonders gefallen? Es würde Fabio freuen, wenn Du ihm Deine Meinung mitteilen würdest! Oder vielleicht magst Du einen Kommentar ins Gästebuch schreiben?
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